Sorgende Gemeinschaften ermöglichen
Stellen Sie sich eine Gemeinschaft vor, in der die Einwohnerinnen und Einwohner möglichst lange selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld leben können. Möglich wird das dort, wo Menschen generationenübergreifend Verantwortung füreinander übernehmen und das Zusammenleben gemeinsam gestalten.
Gemeinsam arbeiten Kommunen, Sozialpartner, Hochschulen und weitere Projektpartner aus Deutschland und den Niederlanden daran, herauszufinden, wie Sorgende Gemeinschaften entstehen und wachsen können. Dies geschieht an den vier Projektstandorten Emsbüren, Vrees, Wilhelminaoord und Frederiksoord.
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Projektpartner „Sorgende Gemeinschaft“ zu Gast in Vrees
Jeder Mensch hat es verdient, möglichst lange selbstbestimmt in seinem vertrauten Umfeld leben zu k…weiterlesen -
Partner treffen sich zum Projektstart in Frederiksoord
Mit einem gemeinsamen Auftakttreffen bei DE PROEF in Frederiksoord ist das deutsch-niederländische…weiterlesen -
Gemeinsam gestartet: Sorgende Gemeinschaft
Im Oktober 2025 ist das deutsch-niederländisches Projekt „Sorgende Gemeinschaft“ offiziell gestarte…weiterlesen
Das gemeinsame Projekt
Sorgende Gemeinschaften sind kein neues Konzept. Schon immer haben Menschen aufeinander geachtet, sich gegenseitig unterstützt und gemeinsam Verantwortung übernommen. In vielen Dörfern und Gemeinden ist dieser Zusammenhalt bis heute spürbar.
Gleichzeitig verändern sich unsere Gesellschaft und die Anforderungen an ein gutes Leben und Älterwerden. Deshalb gilt es, Gemeinschaft neu zu denken und bestehende Stärken mit professioneller Unterstützung und kommunalen Strukturen zu verbinden. Gute Versorgung kann nicht allein Aufgabe von Familien oder Pflegeeinrichtungen sein.
Genau hier setzt das Projekt „Sorgende Gemeinschaft“ an. Gemeinsam suchen wir in unseren vier „Reallaboren“ im Zeitraum 2025-2029 Antworten auf die Frage, wie Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld leben können. Aus den Erfahrungen der vier Standorte entwickeln wir Handlungsempfehlungen, die auch anderen Gemeinden Orientierung geben sollen.
Es gibt nicht den einen Weg zu einer Sorgenden Gemeinschaft. Deshalb erproben die vier Reallabore unterschiedliche Ansätze, die zu den Menschen und Strukturen vor Ort passen.
Die Projektpartner bringen ihre Erfahrungen regelmäßig in den deutsch-niederländischen Austausch ein und lernen voneinander. Gemeinsam gehen sie Fragen nach wie: Welche Voraussetzungen braucht eine Sorgende Gemeinschaft? Welche Menschen gilt es einzubeziehen? Wie können Bürgerinnen und Bürger für gemeinschaftliches Engagement gewonnen werden?
So entsteht im Laufe der Jahre wertvolles, gemeinsames Wissen, von dem nicht nur die Projektpartner profitieren. Die wichtigsten Erfahrungen und Erkenntnisse halten wir fest und stellen sie anderen Gemeinden als Impulse für ihren eigenen Weg zu einer Sorgenden Gemeinschaft zur Verfügung.
Sorgende Gemeinschaften entstehen nur gemeinsam. Deshalb arbeiten Gemeinden, Hochschulen, Sozialträger und weitere Partner aus Deutschland und den Niederlanden eng zusammen.
Der Landkreis Emsland übernimmt als Lead-Partner die Gesamtkoordination des Projekts. Die vier Reallabore in Vrees, Emsbüren, Frederiksoord und Wilhelminaoord gestalten den Projektverlauf vor Ort und erproben unterschiedliche Ansätze. Dabei werden sie wissenschaftlich begleitet von der Hochschule Osnabrück in Deutschland und von der Hogeschool Viaa (Zwolle) in den Niederlanden. Die Stichting Welzijn MensenWerk begleitet die Entwicklung der Dorfvision in Wilhelminaoord, während die Stichting de Proef in Frederiksoord mit ihrer Gartenbauschule den Lern- und Begegnungsort für das Reallabor bereitstellt und ihre Erfahrungen einbringt. Die Dorpsbelangen Frederiksoord–Wilhelminaoord (DFW) vertritt die Interessen der Dorfgemeinschaft und bringt diese aktiv ein.
Jeder Partner übernimmt dabei eine wichtige Rolle. Gemeinsam gestalten sie den Austausch, entwickeln neue Impulse und sorgen dafür, dass die gewonnenen Erkenntnisse auch über das eigene Reallabor hinaus genutzt werden können.
Gemeinsam lernen
Im Projekt entsteht Schritt für Schritt neues Wissen. Hier stellen wir nach und nach unsere wichtigsten Erkenntnisse aus dem gemeinsamen Lernen sowie die Jahresrückblicke mit Einblicken in die Entwicklung des Projekts zur Verfügung.
Projektpartner
Förderung
Das Projekt Sorgende Gemeinschaft wird im Rahmen des Interreg VI-Programms Deutschland-Nederland durchgeführt und mit 1,29 Mio. Euro durch die Europäische Union, die niedersächsische Staatskanzlei sowie die Provinzen Drenthe und Overijssel mitfinanziert.